Filmemacher Joseph Vilsmeier begeistert Frauen-Union mit seinem Film „Bayern – sagenhaft“ in Wörth

30.07.2018 | Wörth

Die engagierten Frauen der Frauen-Union
(FU) Wörth, Wiesen, Bach und Pfatter wollten eine etwas andere Sommerveranstaltung und so war die Idee eines Kinoabends geboren.

Dazu kam am vergangenen Donnerstag der bekannte Filmemacher Joseph Vilsmeier in das Doli-Kino nach Wörth und präsentierte höchstpersönlich seinen neuen Heimatfilm „Bayern – sagenhaft“. Die Besucher waren begeistert von den beeindruckenden Filmaufnahmen und den lebendigen Erzählungen des Starregisseurs, der gerne aus dem Nähkästchen plauderte. „Dass uns Joseph Vilsmaier für unser Sommerkino sofort zugesagt hat, ist eine große Ehre. Er hat die ganze Schönheit Bayerns zu uns nach Wörth gebracht und den Abend durch seine Geschichten zu etwas ganz Besonderem gemacht.“, soLandtagsabgeordnete und FU-Kreisvorsitzende Sylvia Stierstorfer.

 

Joseph Vilsmaier ist mit Filmen wie Herbstmilch, Stalingrad, Schlafes Bruder, Comedian Harmonists oder die Geschichte vom Brandner Kaspar berühmt geworden und hat für seine Werke unzählige Auszeichnungen erhalten. Sein jüngster Film „Bayern -sagenhaft“ ist Vislmaiers zweite Liebeserklärung an seine Heimat Bayern. Darin schickt er die Kabarettistin Monika Gruber von einer Raumstation zurück nach Bayern und lässt sie ein ganzes Jahr ihre Heimat neu entdecken – angefangen vom Neujahrsschießen bis hin zu den Christkindlmärkten. Ein Bilderrausch, der seinen Fokus auf das richtet, was den Menschen etwas bedeutet und was sie verbindet: Gelebtes Brauchtum, Zusammengehörigkeitsgefühl und eine eigene Mentalität. Dabei erzählt Vilsmaier aber auch von den Leistungen der Bauern, der Handwerker, des Mittelstandes und der modernen Hightech-Industrie. Vier Jahre hat er an „Bayern – sagenhaft“ gearbeitet und insgesamt 35 Stunden Material produziert. Die wichtigste Motivation für den Film war laut Vilsmaier, dass die Leute Spaß daran haben und mit Freude aus dem Kino nachhause gehen. Dieses Zeil hat er bei allen Zuschauern in Wörth mehr als erreicht.

 

In der anschließenden Gesprächsrunde, die von Wolfgang Voigt (Vorsitzender CSU Alteglofsheim) moderiert wurde, erfuhren die Anwesenden so Einiges über Sylvia Stierstorfer und Joseph Vilsmaier. Sylvia Stierstorfer wurde gefragt, was ihr Lieblingsplatz in Bayern sei und wie Bayern für sie eigentlich schmecke. Darauf antwortete Stierstorfer: „Mein absoluter Lieblingsplatz ist zuhause in Griesau. Bei meiner Familie und beim Walken in der Umgebung kann ich mich am besten erholen.“ Und weiter: „Bayern schmeckt für mich nach frisch gemähten Wiesen und natürlich auch ein bisschen nach Schweinebraten.“ Joseph Vilsmaier, der gebürtige Rottaler, erzählte von seinen Anfängen als Filmemacher und wie er mit dem Film „Herbstmilch“ 1988 den Durchbruch schaffte. „Niemand hat an mich geglaubt“, so Vilsmeier, und doch ist es ihm gelungen, aus überwiegend geliehenen 1,9 Millionen Mark Produktionskosten einen Kassenschlager mit 28 Millionen Mark Einspielergebnissen zu machen. Über die Dreharbeiten zum Film „Bayern-sagenhaft“ verriet er, dass ihn der nahe gelegene Nepal-Himalaya-Pavillon sehr stark beeindruckt hat. „Nur sehr wenige Bayern kennen diesen Ort. Die Rückmeldung der Kinobesucher ist enorm und viele fragen: Sowas gibt´s bei uns?“ Einen dritten Film über Bayern wird es nach Aussagen von Vilsmaier nicht mehr geben. Dafür arbeitet er mit viel Freude an seinem neuen Projekt „Die Schattenbraut“.

 

Unter großem Applaus wurde Vilsmaier, der sich unter den vielen Damen sichtlich wohlfühlte, verabschiedet. Sylvia Stierstorfer bedankte sich mit Blumen bei den Organisatorinnen des Sommerkinos Martina Kunz (FU Wörth), Irmgard Inwald (FU Bach), Roswitha Noerl (FU Donaustauf) und Paula Beutl (FU Tegernheim) sowie bei Familie Büchele (Kinobesitzer). „Ich freue mich sehr über den großen Erfolg unseres ersten Sommerkinos mit dem Stargast Joseph Vilsmaier. Weitere Veranstaltungen dieses Formats werden in den nächsten Monaten folgen“, so Sylvia Stierstorfer abschließend.