MdB Graf Lerchenfeld und MdL Stierstorfer: Einsatz für Investitionen in Landkreis-Straßen

23.09.2015

Regensburg — Für spürbare Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur im Landkreis haben sich der Regensburger Bundestagsabgeordnete Philipp Graf Lerchenfeld und die Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer in dieser Woche vor Ort stark gemacht. Gemeinsam mit dem Leiter der für die Straßenverkehrs-Abteilung des Staatlichen Bauamts Regensburg, Josef Kreitinger, haben die beiden Abgeordneten mehrere Brennpunkte im Landkreis besucht.

B8 bei Wolfskofen wird sicherer

Eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer sowie zwei Linksabbiegerspuren entstehen derzeit an der Bundesstraße 8 auf Höhe Wolfskofen (Gemeinde Mintraching). „Diese Maßnahme wird mehr Verkehrssicherheit für die Anwohner bringen“, sagte Sylvia Stierstorfer, die sich gemeinsam mit Graf Lerchenfeld für diese Investition eingesetzt hatte. „Die rund 1,1 Millionen Euro, die der Bund hier investiert, sind gut angelegtes Geld“, ergänzte Graf Lerchenfeld. Besonders auch die Schulkinder würden von der neuen Unterführung profitieren. „Im Hinblick auf das gestiegene Verkehrsaufkommen ist diese Investition sehr wichtig“, so die Abgeordneten. Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank dankte den beiden Parlamentariern für ihren Einsatz. Die Unterführung wird nach Worten von Baudirektor Kreitinger im Dezember fertiggestellt. Die Linksabbiegespuren stehen ab kommendem Frühjahr zur Verfügung.

Initiative für Lärmschutz an der B8 bei Geisling


Mit Klagen über zunehmenden Lärm an der Bundesstraße 8 auf Höhe Geisling (Gemeinde Pfatter) haben sich mehrere Anwohner an Sylvia Stierstorfer und Graf Lerchenfeld gewandt. Im Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Koch und Baudirektor Josef Kreitinger suchten die beiden Abgeordneten nach einer Lösung. Die Herausforderung: Zuschüsse für Lärmschutzmaßnahmen — wie Fenster — kommen nach den Worten von Baudirektor Kreitinger nur für wenige Anwohner in Frage. Stierstorfer und Graf Lerchenfeld schlugen deshalb als Alternative die Aufschüttung eines Lärmschutzwalls vor. Bürgermeister Koch zeigte sich offen für den Weg und will diese Möglichkeit, auch bezüglich der Kostenübernahme, in den kommenden Wochen prüfen. Zusätzlich wollen die beiden Abgeordneten auch das Gespräch mit der zuständigen Polizeiinspektion in Wörth an der Donau suchen und darum bitten, die Einhaltung des Durchfahrtsverbots für den überörtlichen Schwerlastverkehr (Mautsperre) stärker zu kontrollieren.

Bahnübergang in Mangolding: Gespräche mit Bahn sollen Durchbruch bringen

Einen neuen Anlauf wollen die beiden Abgeordneten aus dem Landkreis unternehmen, um die Verkehrssituation in Mangolding zu verbessern. Die Staatsstraße quert dort am Ortseingang die viel befahrene Bahnstrecke Regensburg-Passau, die dann weiter nach Österreich führt. Die Landtagsabgeordnete Sylvia Stierstorfer brachte das Thema bereits mehrfach beim zuständigen Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann vor. Die Idee: Eine Verlegung der Staatsstraße, da eine Unter- oder Überführung der Straße baulich vor Ort nicht möglich ist. Die Häuser stehen zu nah an den Verkehrsachsen. Eine rund drei Kilometer lange und etwa sechs Millionen Euro teure Verlegung könnte gleichzeitig auch eine Ortsumgehung für Mangolding sein. Bisher zeichnet sich aber keine Lösung ab. Das liegt daran, dass der Kosten-Nutzen-Faktor nach Berechnungen des Innenministeriums zu gering ist, wie Baudirektor Kreitinger informierte.

Die Chance auf einen Durchbruch könnte jetzt eine neue Initiative der beiden Abgeordneten bringen: Sie wollen mit der Deutschen Bahn ins Gespräch kommen. Das Ziel: eine Drittelung der Kosten zwischen Bahn, Bund und Freistaat. Graf Lerchenfeld machte allerdings beim Vor-Ort-Termin mit Bürgermeisterin Angelika Ritt-Frank auch deutlich, dass die Bewilligung dieses Projekts eine große Herausforderung sei.

B15 bei Hagelstadt: Sechs Millionen Euro für mehr Sicherheit

Rund sechs Millionen Euro wollen der Bund und die Deutsche Bahn bei Hagelstadt investieren, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. „Die vorhandene Brücke unter der Bahnlinie Regensburg-München ist sehr eng und in einem sehr schlechten Zustand, wir brauchen diese Investition, um die Unfallgefahr zu verringern“, sagte Bundestagsabgeordneter Graf Lerchenfeld beim Vor-Ort-Termin.

Nach den Planungen des Staatlichen Bauamts wird die B15 südlich von Hagelstadt auf einer Länge von rund 1,6 Kilometer einige hundert Meter nach Westen verlegt und zukünftig über die Bahnlinie geführt. Die B15 verläuft in diesem Bereich dann entlang eines Damms mit deutlich weiterem Kurvenradius als bisher. Der Umbau bringt eine weitere Verbesserung: „Denn auch der Eisenbahnbetrieb ist durch den schlechten Zustand der Brücke derzeit stark eingeschränkt, die Züge müssen hier langsamer fahren“, betonte Sylvia Stierstorfer. Das werde sich durch die geplante Maßnahme ändern. Züge auf der Strecke Regenburg-Landshut-München seien dann schneller unterwegs.

Seit Sommer diesen Jahres besteht für die Maßnahme Baurecht, informierte Baudirektor Kreitinger. Er rechnet mit einem Baubeginn im Jahr 2017 und mit einer Bauzeit von zwei Jahren. „Es wird jetzt darum gehen, die Finanzierung dieses Projekts sicherzustellen“, erläuterte Graf Lerchenfeld. Er will sich in Berlin beim Bundesverkehrsminister dafür einsetzen, dass der Bund die für den Aus- und Umbau von Bundesstraßen vorgesehenen Mittel erhöht.